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Bilder Rallye de Maspalomas
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Gesamtsieg des feuerroten Spielmobil bei der 34. Rallye de Maspalomas
Während in Deutschland die Rallyesaison bereits im Winterschlaf ist und die Teams sich auf die Vorbereitung der neuen Saison konzentrieren, trafen sich auf der Sonneninsel Gran Canaria 123 Teams der gesamten Canarischen Inseln vom 30. November bis zum 01. Dezember zum Finallauf der Canarischen Asphalt Rallyemeisterschaft ein. Zum 34. mal fand nun schon die Rallye de Maspalomas statt und Starterzahlen von über 120 Teams sind seit vielen Jahren auf dieser doch kleinen Insel Standard und beim lesen der Startliste reibt sich der deutsche Rallyefan erstmal die Augen und fragt sich warum so etwas nicht in seinem deutschen Autoland möglich ist.
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Die Antwort ist auf den Inseln ganz einfach, die Spanier sind nicht nur Fußball verrückt, sondern auch Rallye verrückt und Alle, ob Industrie, Politik, Tourismusverband und natürlich der Rallyefan wollen das Gleiche, eine tolle Show mit spannendem Sport und natürlich auch einen Imagegewinn für die Industrie und die Region mit dem Ziel das die Investition in unseren Sport sich Gewinnbringend lohnt.
Das dies funktioniert durfte ich in den letzten 5 Jahren Live erleben und kann jedem Rallyefan einen Ausflug Ende November, Anfang Dezember nur empfehlen und bei Temperaturen um die 25°C kann man zusätzlich noch einmal Sonne tanken. Aber jetzt zum eigentlichen Rallye geschehen. Die technische Abnahme fand am Freitag Nachmittag direkt unter dem Leuchtturm in Faro direkt am Strand von Maspalomas statt und jeder Tourist der Lust und Laune hatte konnte dem Treiben zuschauen und erhielt noch Nebenbei von hübschen Rallyegirls kostenlos ein Programmheft mit allen Informationen in die Hand. Pünktlich um 20.00 Uhr fand an gleicher Stelle der Rampenstart mit Teampräsentation statt und auf den extra montierten Tribünen war kein Platz mehr frei und alle 123 Teams wurden von den Fans bejubelt. Mit der Startnummer 1 rollte im Skoda Fabia WRC der Titelfavorit und Meister-schaftsführende Antonio Ponce mit Co-Pilot Ruben Davila unter dem Jubel der Fans über die Rampe. Es folgten Jose Antonio Torres im Renault Clio R3, Vorjahressieger David Garcia im Citreon Saxo Super 1600, der siebenmalige Gesamtsieger und Vorjahresdritte Jose Maria Ponce in seinem wunderschönen Seven Up BMW M3 E30 und mit der Startnummer 5 Armide Martin mit seinem roten Ferrari 360 Modena in der Rallyeversion. Spätestens an dieser Stelle fragt sich der Rallyefan wer bringt ein solches Auto an den Start ? Die Antwort kann eigentlich nur eine sein, der hat zuviel Geld und will einfach nur Spass und fahren kann der eh nicht. In der weiteren Startliste finden sich dann noch ein Skoda Octavia WRC, ein Subaru Impreza WRC, ein Fiat Grande Punto Super 2000, diverse Kitcars, etliche Gruppe N Evo’s von 7 bis 9, zwei aktuelle Subaru Impreza im Gruppe N Trimm und nicht zu vergessen die Teams aus dem Ford Fiesta ST Cup, dem Nissan Micra Cup, dem Toyota Yaris Cup, dem Hundai Getz Go Cup und noch einige Teams der historischen Rallyemeisterschaft.
Die Jagt auf die Bestzeiten stand dann ab Samstag Morgen um 9.00 Uhr auf dem Programm, so das der interessierte Tourist noch in Ruhe frühstücken konnte und anschließend dem Spektakel bei herrlichem Sonnenschein beiwohnen konnte. 10 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 108,96 km bei einer Gesamtrallyelänge von 252 km mussten die Teams absolvieren. Am Vormittag standen 4 verschiedene WP’s auf dem Programm und beim blick auf die Zeiten der ersten WP gab es die erste Überraschung, nicht Titelfavorit Antonio Ponce im Skoda Fabia WRC stand ganz oben in der Zeitentabelle sondern Armide Martin mit seinem Ferrari 360 Modena gewann mit 3,5 sec. Vorsprung die Auftaktprüfung gefolgt von Antonio Ponce und Jesus M. Duque im Skoda Octavia WRC. Patricio Gonzalez hatte mit seinem Subaru Impreza WRC von Beginn an mit technischen Problemen zu kämpfen und musste seinen Subaru Impreza auf WP 3 entgültig abstellen. WP 2 konnte Ponce mit seinem Fabia mit 0,2 sec. vor Martin im Ferrari gewinnen und mit weiteren 19,4 sec. Rückstand folgte Victor Abreu im Fiat Grande Punto Super 2000. Mit WP 3 stand im Anschluss mit 15,62 km die längste WP durch die Berge von Gran Canaria auf dem Programm. Die Charakteristik dieser WP ähnelt sehr denen der Rallye Korsika, Kurve an Kurve und keine Gerade länger wie 200 m und hier konterte Martin erneut mit seinem Ferrari und gewann auch diese Prüfung mit 1,1 sec. vor Ponce, der wiederum auf WP 4 konterte und mit 1,3 sec. vor Martin durch die Lichtschranke fuhr. WP 4 war erstmals im Programm der Rallye und dies war ein Zuschauerrundkurs auf dem neuen Circuito de Maspalomas auf dem 3 Runden zu absolvieren waren und hier konnte Victor Abreu erneut das potential seines Fiat Grande Punto Super 2000 aufzeigen und holte sich die drittbeste Zeit. Die spektalukärste Show für die Zuschauer im Stile eines Matthias Kahle bot jedoch Felix Gonzales im schönen Skoda Octavia WRC der den Octavia durch jede Kurve quer unter dem Jubel der ca. 3000 Fans bewegte. Leider musste er seinen Octavia im Service nach WP mit technischem Defekt abstellen. Zum Regrouping mit anschließendem Service nach WP 4 ergab sich folgender Zwischenstand. Martin im Ferrari mit 2,1 sec. vor Ponce im Fabia WRC gefolgt von Yeray Lemes im Gruppe N Evo 9 mit einem Rückstand von 1,10 min auf Ponce und auf Platz 4 Abreu im Punto S2000 mit 19 sec. hinter Lemes. Nach dem Service auf dem Vorplatz vom Estadio de Maspalomas, dem Fußballstadion des Inselclub, ging es für Zwei weitere WP’s erneut in die Berge und anschließend noch einmal auf den Rundkurs am Meer. Mit allen drei Bestzeiten konnte Martin seinen Vorsprung auf Ponce auf 5,9 sec. ausbauen und Jose M. Ponce im BMW M3 konnte mit allen dritten Zeiten auf diesen Prüfungen sich auf Platz 4 vorkämpfen bevor es nach dem Regrouping mit anschließendem Service auf die letzten drei WP´s ging. WP 8 und 9 gingen erneut an Martin im Ferrari vor A. Ponce im Fabia und J. Ponce im BMW. Die letzte Bestzeit holte sich Fabiapilot A. Ponce vor Martin und J. Ponce der sich trotz der Aufholjagt mit Gesamtplatz 4 begnügen musste, aber trotzdem seine Klasse überlegen gewann. Pünktlich um 18.30 Uhr fand die Siegerehrung unter dem Leuchtturm von Faro statt und unter dem Jubel von über 1000 Fans fuhr begleitet von einem tollen Feuerwerk Armide Martin mit seinem Ferrari F360 Modena als Gesamtsieger über die Zielrampe und holte damit den ersten Rallyesieg für Ferrari in der Neuzeit. Mit einem Rückstand von 5,5 sec. folgte als zweiter Antonio Ponce im Skoda Fabia WRC der mit diesem zweiten Platz seinen Titel als Canarischer Rallye Meister sicherte und vor lauter Freude alle Fotographen mit Champus duschte. Den letzten Platz auf dem Podest holte Yeray Lemes im Gruppe N Evo 9 mit einem Rückstand von 3,01 min und konnte sich als neuen Junior Rallyechampion feiern lassen. Von 123 gestarteten Teams erreichten 84 das Ziel und feierten im Anschluß an die Siegerehrung eine schöne Abschlussparty und wir bedanken uns für die Gastfreundschaft und die tolle Organisation und freuen uns schon jetzt auf Dezember 2008.
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Euer Christian Prillwitz | christian@cpm-performance.de
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